• 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14
  • 15
  • 16
  • 17
  • 18
  • 19
  • 20
  • 21

Chinesische Eltern bilden "die Allianz der Heimschulen"

Immer mehr chinesische Eltern wehren sich gegen das chinesische Schulsystem, das sich nur nach der Hochschulaufnahmeprüfung und anderen zahlreichen Prüfungen richtet. „Lieber experimentieren wir mit unseren Kindern, als dass wir sie der Schule opfern.“ Laut der Xinhua Agentur hat sich im Internet eine sogenannte „Allianz der Heimschulen“ herausgebildet, in der die Eltern aus über 20 chinesischen Städten zusammengeschlossen sind. Sie nutzen diese Plattform zum aktiven Austausch von Erfahrungen und Ratschlägen darüber, die Kinder selbst zu Hause zu erziehen.

In der Stadt Wuhan ergriffen sieben Elternpaare die Initiative, ein verlassenes Schulgebäude zu einer Art Heimschule umzubauen, in der sie mit den Kindern zusammen wohnen und sie selbst unterrichten würden.

Der Öffentlichkeit sagten die Eltern, es sei für sie eine Notlösung, da sie das Vertrauen in das aktuelle Schulsystem in China verloren haben, wagen sie das Experiment zwecks Suche nach einer neuartigen Erziehungsmethode, die die Natur der Kinder schützen soll.

Diese Heimschule ist eine riskante Sache, da sie eigentlich ein Verstoß gegen das Gesetz ist. Das chinesische Schulpflichtgesetz sieht eine obligatorische, einheitliche Einschulung der Kinder vor, und die Eltern sind verpflichtet, die Kinder rechtzeitig in die Schulen zu schicken. Und wie möchten die Eltern die Unterrichtsqualität sichern? Auch werden die Kinder es schwer haben, sich ohne einen anerkannten Schulabschluss in der Gesellschaft zurechtzufinden.

Chinas Bildungsministerium ist längst mit Kritiken von allen Seiten konfrontiert, bis jetzt verschanzt es sich hinter bürokratischen Floskeln und verweigert sich jeglichen Reformvorschlägen. Gegenüber der Frage, ob diese Heimschulen in naher Zukunft staatlich anerkannt werden, äußerten sich die meisten Befragten pessimistisch.

Unsere Veranstaltungen